Nun danket alle Gott

Joachim Frisius: Choralbearbeitungen

1. Nun danket alle Gott (EG 321, LB 44)
2.
Wie herrlich gibst du, Herr, dich zu erkennen (EG 271, LB Psalm 8)
3.
Wie lieblich schön, Herr Zebaoth (EG 282, LB Psalm 84)
4.
Nun danket all und bringet Ehr (EG 322, LB 63)
5.
Ist Gott für mich, so trete gleich alles wider mich (EG 351, LB 90)
6.
Macht hoch die Tür (EG 1, LB 120)
7.
Lobt Gott. ihr Christen alle gleich (EG 27, LB 147)
8.
Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen (EG 81, LB 181)
9.
Jesu, geh voran (EG 391, LB 442)
10.
Großer Gott, wir loben dich (EG 331, LB 444)
11.
In dir ist Freude (EG 398, LB 477)
12.
Lobet den Herren alle, die ihn ehren (EG 447)
13.
Geh aus, mein Herz, und suche Freud (EG 503)
14.
Die beste Zeit im Jahr ist mein (EG 319)
15.
Wie lieblich ist der Maien (EG 501)
16.
Herzlich tut mich erfreuen (EG 148, LB 288)
17.
Morgenglanz der Ewigkeit (EG 450, LB 289)
18.
Lobe den Herren, den mächtigen König (EG 316, LB 434)

EG: Evangelisches Gesangbuch, LB: Liedboek voor de Kerken

Nr. 1 - 12: Gespeeld door/gespielt von Willem van Twillert
Nr. 13 - 18: Gespielt von/gespeeld door Joachim Frisius

Zum Anhören:

8. Herzliebster Jesu [3:34]

8.1: Satz
8.2: Choralbearbeitung

Online (benötigt REAL Player, MP 3, 64 Kbps, 1,6 MB)

Download: 8. Herzliebster Jesu (MP 3, 128 Kbps, 3,4 MB)

Aus dem Text:

Die mit dieser CD vorgestellten Choralbearbeitungen basieren durchweg auf Improvisationen, die für den Gebrauch im Gottesdienst vorbereitet und später schriftlich ausgearbeitet wurden. Als formale Orientierung diente in den meisten Fällen die Anleitung, „ein gutes, zwekmäßiges Vorspiel zu machen“,welche D. G. Türk in seiner Abhandlung „Über die wichtigsten Pflichten eines Organisten“ (Halle, 1787) gegeben hat. Die Gattung des Vorspiels „mit eingewebter Melodie des Chorals (der canto firmo) beschrieb er folgendermaßen:

... Die Einrichtung davon ist ungefehr diese. Zuerst wählt man einen, dem Inhalt des Liedes gemäßen Hauptsatz (thema), welcher gleichsam den Eingang ausmacht. Ist dieser, nebst einigen kurzen Zwischensätzen, eine Zeitlang durchgeführt worden, so spielt man die erste Zeile der Choralmelodie auf einem anderen, etwas stärkerem Klavier, ganz langsam; (...) indeß wird der Hauptsatz, oder wenigstens ein ähnlicher, in den begleitenden Stimmen fortgeführt; hierauf folgt wieder ein kleiner Zwischensatz; alsdenn die zweyte Zeile der Melodie u.s.w. Am Ende schließt man mit dem Thema selbst, oder mit einem ähnlichen Nebensatze.

Joachim Frisius, geboren 1933, studierte in den fünfziger Jahren Physik in Göttingen und versah nebenher das Amt des Organisten der Evangelischen Studentengemeinde. Nach Abschluß des Studiums Anfang der sechziger Jahre folgte eine längere Periode wissenschaftlicher Tätigkeit. Ende der siebziger Jahre konnte er sich der praktischen Musikausübung wieder zuwenden und erlernte zunächst unter der Anleitung des Cembalisten Gerhard Kastner die Grundlagen des Generalbaßspiels. Wenig später konnte er auch das Orgelspiel wieder aufnehmen und befaßte sich - angeregt durch das Erlebnis von Improvisationen des Weimarer Stadtorganisten Johannes Ernst Köhler - schwerpunktmäßig mit der choralgebundenen Improvisation im Generalbaßstil, -zunächst als Autodidakt, späterhin unterstützt durch vereinzelte Unterweisungen seitens J. E. Köhlers, durch Kurse bei William Porter und Klaas Bolt, und schließlich durch die Zusammenarbeit mit Willem van Twillert. Seit seiner Pensionierung im Jahre 1998 arbeitet er ehrenamtlich als Organist der Evangelischen Johannes-Kirchengemeinde in Berlin-Lichterfelde.

Willem van Twillert, geboren 1952, studierte am Sweelinck-Konservatorium in Amsterdam bei Piet Kee (Orgel) und Willem Brons (Klavier). Im Jahre 1976 erwarb er das Kirchenmusiker-Diplom und erreichte als erster Niederländer das Finale des „Grand Prix de Chartres“. Sein Konzertreife-Examen bestand er 1978. Danach ermöglichte ihm ein Stipendium spezielle Studien auf dem Gebiet der Alten Musik, und zwar bei Gustav Leonhardt, Orgel, Anneke Uitenbosch, Cembalo, und Klaas Bolt, Orgel-Improvisation. Willem van Twillert hat zahlreiche Psalm- und Choralbearbeitungen geschrieben, die in den Niederlanden sowohl im Druck als auch eingespielt auf CD erschienen sind. Durch Konzerte in den Niederlanden, in den USA, in Italien und in der Bundesrepublik Deutschland, sowie durch zahlreiche weitere, originelle CD-Aufnahmen mit selten gespielten Orgelwerken ist Willem van Twillert über die Grenzen der Niederlande hinaus bekannt geworden. Als Kirchenorganist versieht er regelmäßig die Gottesdienste eines Verbandes dreier reformierter Kirchengemeinden in Amersfoort. Den zahlreichen „orgelliefhebbers“ in den Niederlanden ist er als einer der Redakteure der monatlich erscheinenden Zeitschrift „De Orgelvriend“ wohlbekannt. Willem van Twillert ist Leiter einer privaten Musikschule in Bunschoten.

Gesamtspielzeit: 63:10

Booklet 16 Seiten, mit ausführlichem Text, 4 Fotos, 1 Zeichnung, Text deutsch und niederländisch.

Preis: € 12,-